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Die Gemeinschaft

Das Symposium wird digital

Umwandlung in Wissensarchiv und Diskussionsplattform

BERLIN. Das Berliner Netzwerk auf Gastronomen und Produzenten, Die Gemeinschaft wird ihr diesjähriges Symposium digital abhalten. Damit soll die Veranstaltung zugleich zu einem Wissensarchiv und einer digitalen Diskussionplattform werden, mit dem Ziel, eine neue Esskultur voranzutreiben und den interdisziplinären Austausch zwischen den Lebensmittelakteurinnen zu fördern, teilt die Gemeinschaft mit. Im Zeitraum von August bis Dezember werden 30 themenspezifische Formate umgesetzt, die aktuelle Fragestellungen unseres Ernährungssystems ganzheitlich aufgreifen und eine kontinuierliche Vernetzung der TeilnehmerInnen ermöglichen. An der Diskussion beteiligen sich zukunftsweisende nationale und internationale RednerInnen aus unterschiedlichen Praxisfeldern.

Das Team von Die Gemeinschaft hat die Situation COVID-19-bedingter Maßnahmen und Beschränkungen genutzt, um Das Symposium für dessen dritte Ausgabe neu zu konzipieren. In insgesamt 30 Formaten werden an 17 regelmäßig stattfindenden Terminen aktuelle gastronomische, landwirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen beleuchtet, Erkenntnisse aus dem globalen Netzwerk geteilt und Lösungsansätze für die Praxis diskutiert. Treibende Kraft des Symposiums ist die Intention, das Ernährungssystem ganzheitlich zu denken, die kulinarischen AkteurInnen des Landes zu vereinen und auf Grundlage deren Zusammenarbeit zukunftsfähige Alternativen zu schaffen.

„Die digitale Ausrichtung des Symposiums gibt uns die Chance, uns intensiver und über einen längeren Zeitraum mit den Themen auseinandersetzen, die für die tägliche Arbeit der TeilnehmerInnen relevant sind. Zudem können wir unser breites internationales Netzwerk in den Diskurs einbeziehen. Wir sind gespannt auf die Resonanz”, sagt Friederike Gaedke, Leiterin der Die Gemeinschaft e.V..

30 Formate - 17 Termine - 40 RednerInnen

Das Programm besteht aus neun Themensträngen und spiegelt damit die Arbeitsfelder und -prinzipien der Die Gemeinschaft wieder. Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen wird zusammengeführt, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren. Aus Beiträgen von internationalen RednerInnen werden zudem Anknüpfungspunkte und globale Zusammenhänge ermittelt.

Die zentralen Themen sind dabei Esskultur, Gastronomie, Stadt-Land, Gemeinschaftsgastronomie, Digitalisierung, Kommunikation, Neues Arbeiten, Ausbildung und Landwirtschaft. Parallel werden Fragestellungen und Schwachstellen unseres Ernährungssystems aufgegriffen, die durch die COVID-19-Pandemie zum Vorschein gekommen sind - sowie mögliche Lösungsansätze für resiliente Systeme aufgezeigt. So werden zum Beispiel die Potenziale der regenerativen Landwirtschaft beleuchtet, auf den zukünftigen Stellenwert der Gastronomie eingegangen, und Strategien für die Transformation der Ausbildungslandschaft entwickelt.

An der Diskussion beteiligen sich nationale und internationale RednerInnen aus Landwirtschaft, Gastronomie, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Politik: Darunter der ehemalige Leiter des Noma Fermentation LabDavid Zilber, die Köchin Manoella Buffara, Patagonias EMEA-General Manager Ryan Gellert, das Projekt Kantine Zukunft, der Experte für Ernährungs- und Agrarpolitik Prof. Tim Lang, die Journalistin Alicia Kennedy, der Ernährungssoziologe Dr. Daniel Kofahl, der Landwirt Richard Perkins, der Koch Norbert Niederkofler, New Work-Expertin Andrea Grudda, Eosta-Geschäftsführer Volkert Engelsman, der Ökonom und Ernährungsforscher Dominik Flammer, sowie die Sprecherin der amerikanischen Independent Restaurant CoalitionCamilla Marcus.

Das Symposium wird am 10. August mit einer Keynote von Selassie Atadika eröffnet. Die Ghanaische Gründerin und Küchenchefin des Restaurants Midunu setzt sich mit ihrem Konzept „New African Cuisine” für die Erhaltung des lokalen kulinarischen und kulturellen Erbe ein.

„Die Erfahrungen der letzten Wochen haben uns darin bestärkt, unsere Vision eines kollaborativen und resilienten Ernährungssystems voranzutreiben. Gerade jetzt ist es wichtig, uns gegenseitig zu unterstützen, eng auszutauschen und Wissen von anderen Disziplinen zu schöpfen. Dies möchten wir mit unserem digitalen Symposium ermöglichen”, ergänzt Friederike Gaedke.

Das Symposium 2020 als digitale Lern- und Austauschplattform

Das Symposium fundiert auf einem solidarischen Ticketsystem. Die Ticketerlöse dienen dem Aufbau eines umfangreichen digitalen Wissensarchivs. TicketkäuferInnen können an den Videokonferenzen der einzelnen Formate live teilnehmen und auf die Aufzeichnungen aller vergangenen Veranstaltungen zugreifen. Bei Erreichung des Finanzierungsziels werden sämtliche digitalen Inhalte zum Ende des Jahres öffentlich freigeschaltet.

Die Formate werden teils aus Deutsch, teils auf Englisch durchgeführt. Der kürzlich gegründete digitale „Stammtisch” dient als Plattform für den Austausch der TeilnehmerInnen. Der Ticketverkauf beginnt diese Woche. Das detaillierte Programm des Symposiums wird im selben Zuge veröffentlicht.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch den Berliner Senat für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung. Als Partner für die digitale Umsetzung fungiert zudem die Telekom Deutschland GmbH.

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