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Rückzug

Johann Lafer verlässt die Stromburg

Rheinland-Pfalz

Nachfolge ist geklärt: Lafers Geschäftspartner übernimmt die vollständige Verantwortung

Johann LaferJohann Lafer
Johann Lafer

STOMBERG. Johann Lafer verlässt die Stormburg endgültig. Der Schritt erfolge schneller als ursprünglich geplant, heißt es in einer Mitteilung von Lafers The Good Taste Group. Bereits zu Jahresbeginn hatte Lafer das Sternerestaurant Le Val d'Or geschlossen. Nach einer Renovierung der Burg eröffnete das neue Restaurant Johanns, in dem "einfach, aber raffiniert gekocht" wird. Das neue Konzept für die Stromburg sei von Anfang an so angelegt gewesen, dass es auch ohne die Anwesenheit des Chefs funktioniere, heißt es in der Mitteilung weiter.

2019 feiert Johann Lafer nun zusammen mit seiner Frau Silvia 25jähriges Jubiläum auf der Stromburg – für das Ehepaar Lafer bedeutet dies zugleich ein perfektes Timing für einen Neuanfang. Lange war bereits klar, dass ihre Kinder nicht die Nachfolge antreten würden, deshalb wurde Lafer bereits seit 2017 von den Partnern Hohnhaus & Jansenberger Gruppe aus München unterstützt. Nun erlaubt ihm der Erfolg des neuen „Johanns“ mit begleitendem Eventkonzept für die Stromburg seinen Rückzug schneller als gedacht. Johann Lafer bleibt der Stromburg als Freund des Hauses verbunden.

Leicht sei ihm diese Entscheidung dennoch nicht gefallen, aber: „Ich möchte mich mit 61 Jahren von allen Ketten befreien und als „kulinarischer Botschafter“ mit meinen Partnern, Freunden und Gleichgesinnten das Wissen um gute, nachhaltige Produkte sowie den Genuss einer bodenständigen und trotzdem raffinierten Küche mit meinem Engagement außerhalb der Stromburg so vielen Menschen wie möglich nahe bringen“, erklärt Johann Lafer.

Dr. Wolfgang Hohnhaus, Miteigentümer der Stromburg GmbH & Co. KG, begrüßt die frühzeitige Einigung: „Ich freue mich, dass wir seit Beginn unserer Kooperation die Stromburg  gemeinsam mit dem Ehepaar Lafer auf einen neuen Kurs bringen konnten und das neue Konzept so schnell vom Publikum angenommen wurde. Nun können wir die vollständige Verantwortung für die Stromburg übernehmen.“ Weitere Informationen zur Neuausrichtung und Strategie wird von der neuen Geschäftsleitung der Stromburg zeitnah bekannt gegeben.

Lafers Zukunftspläne

Zu Lafers Zukunftsprojekten zählen die Ausweitung seiner Kochschule in Guldental gemeinsam mit Silvia Lafer-Buchholz für exklusive Kochevents. Dort ist Lafer auch mit der Entwicklung neuer Rezepte auf Basis seiner kulinarischen Wurzeln beschäftigt und arbeitet an digitalen Projekten für Online-Kochkurse. Als kulinarischer Botschafter betreut er „Mein Schiff Herz“ und Singapore Airlines und plant weitere Kooperationen und Events.

Auf den kulinarischen Reisen für sein Magazin und neue Kochbücher (z.B. „Johanns Küche“, ET 1. Juli 2019) lässt sich Lafer immer wieder inspirieren und steckt seine Energie zudem in die Förderung des Nachwuchses in der Gastronomie sowie der nachhaltigen Produktion unserer Lebensmittel vom Anbau der Bio-Kräuter bis zum Wild- und Fleischlieferanten. Als TV-Starkoch ist Lafer Zugpferd der ZDF-Küchenschlacht, neue TV-Konzepte sind zudem in Arbeit. Auf die Frage, ob Lafer wieder ein eigenes Restaurant eröffnen würde, antwortet er gelassen: „Zuletzt habe ich mit meinem Freund und Chefkoch Wai Look Chow The Library, das Spitzenrestaurant im The Ritz-Carlton in Kuala Lumpur, eröffnet. Wer weiß, was noch kommt...“. Johann Lafer macht einfach weiter und denkt noch lange nicht ans Aufhören.

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